Am 1. Januar 2026 ist das Forschungs- und Entwicklungsprojekt MoPilot offiziell gestartet. Bis zum 31. Juli 2027 entwickeln wir gemeinsam mit starken Partnern einen KI-basierten Assistenten, der nachhaltige Mobilitätsangebote in ländlichen Regionen einfacher, verständlicher und alltagstauglicher macht.

MoPilot steht für eine klare Vision: Digitale Unterstützung dort, wo Mobilität im Alltag konkret stattfindet – bei Betreiberinnen und Betreibern, bei Kommunen und bei den Menschen vor Ort.

Auszeichnung zum Projektstart in Berlin

Bereits zum Auftakt wurde MoPilot auf Bundesebene gewürdigt: Am 22. Januar 2026 zeichnete Martina Engelhardt-Kopf, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, das Projekt in Berlin als besonders vorbildlich aus.

Entgegengenommen wurde die Auszeichnung von Reinhard Sczech (5. v. links, Projektleiter, Vianova eG) und Christian Will (4.v. links) von der Regionale Wirtschaftsförderung Bruchsal GmbH.

Diese Anerkennung unterstreicht die Relevanz des Themas: Nachhaltige Mobilität im ländlichen Raum braucht neue, digitale Ansätze – praxisnah, offen und nutzerorientiert.

Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH).

Worum geht es bei MoPilot?

In vielen ländlichen Regionen gibt es bereits nachhaltige Mobilitätsangebote wie Carsharing. Doch häufig bestehen drei zentrale Herausforderungen:

  • Die Angebote sind wenig bekannt.
  • Die Nutzung wirkt komplex oder technisch anspruchsvoll.
  • Der Betrieb ist organisatorisch aufwendig.

MoPilot setzt genau hier an. Kern des Projekts ist ein digitaler, dialogorientierter KI-Assistent, der:

  • vorhandene Daten (z. B. Fahrzeuge, Standorte, Buchungen) intelligent verknüpft,
  • Informationen verständlich aufbereitet,
  • Fragen in natürlicher Sprache beantwortet,
  • und damit sowohl Nutzung als auch Betrieb deutlich vereinfacht.

Statt komplexer Plattformen oder verstreuter Informationen bündelt der Assistent relevantes Wissen – zugänglich wie ein Chatbot, intuitiv bedienbar und alltagstauglich.

Mehrwert für Betreiber und Kommunen

Für Betreiberinnen und Betreiber von Carsharing-Angeboten bedeutet MoPilot vor allem eines: Entlastung im täglichen Betrieb.

Typische Fragestellungen, die der Assistent beantworten soll, sind beispielsweise:

  • „Welche Fahrzeuge benötigen demnächst eine Wartung?“
  • „Wie entwickeln sich Buchungszahlen an einzelnen Standorten?“
  • „Ist dieser Standort für eine neue Carsharing-Station geeignet?“

MoPilot unterstützt bei:

  • Wartungsplanung
  • Datenauswertung
  • Standortanalyse
  • organisatorischen Prozessen

Automatisierte Analysen reduzieren Aufwand, schaffen Transparenz und ermöglichen fundierte Entscheidungen. Gerade kleinere Kommunen oder regionale Initiativen profitieren davon, dass komplexe Daten leicht verständlich aufbereitet werden.

Einfacher Zugang für Bürgerinnen und Bürger

Für Nutzerinnen und Nutzer steht vor allem die niedrigschwellige Bedienung im Mittelpunkt.

Der KI-Assistent hilft bei Fragen wie:

  • „Wo ist das nächste verfügbare Fahrzeug?“
  • „Wie buche ich ein Auto?“
  • „Was kostet die Fahrt?“
  • „Was soll ich tun, wenn sich das Fahrzeug nicht öffnen lässt?“

Durch die dialogorientierte Bedienung können Informationen einfach abgefragt werden – ohne lange Suche in Apps oder Handbüchern.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf:

  • älteren Menschen
  • Personen mit wenig digitaler Erfahrung
  • Menschen, die bislang Berührungsängste mit digitalen Mobilitätsangeboten haben

MoPilot soll Mobilität inklusiver und verständlicher machen – und damit die Akzeptanz nachhaltiger Angebote insgesamt erhöhen.

Praxisnahe Entwicklung – gemeinsam mit der Region

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Das Projekt folgt einem klar strukturierten Ablauf:

1. Analyse- und Konzeptionsphase

Gemeinsam mit Betreibern, Kommunen sowie Nutzerinnen und Nutzern werden Herausforderungen im Alltag identifiziert. Dabei werden berücksichtigt:

  • technische Anforderungen
  • Nutzerfreundlichkeit
  • Datenschutz
  • Akzeptanz

2. Iterative Entwicklung

Auf dieser Basis wird der KI-Assistent schrittweise entwickelt. Rückmeldungen fließen kontinuierlich in Verbesserungen ein. Ziel ist eine Lösung, die sich konsequent am tatsächlichen Bedarf orientiert.

3. Praxistest in der Region Bruchsal

MoPilot wird im Rahmen des Angebots ZEO Carsharing in der Region Bruchsal erprobt.

Die Region bietet mit ihren engagierten Gemeinden, lokalen Akteuren und bestehenden Strukturen ein ideales Umfeld, um digitale Lösungen realitätsnah zu testen und weiterzuentwickeln.

Die enge Einbindung der regionalen Wirtschaftsförderung stellt sicher, dass Unternehmen, Kommunen und private Nutzer aktiv beteiligt sind.